Namensprojekt / Stolpersteine

Stolpersteine in der Landeshauptstadt Hannover

(Faltblatt der Landeshauptstadt Hannover - Vorderseite des dreiteilig gefalteten Blatts und Rückseite entsprechend der Faltung:)

[Beschreibung des Faltblatts: Auf blauem Untergrund sind in zwei Reihen - am oberen und unteren Rand des Blattes - die 23 im Dezember 2007 verlegten Stolpersteine in Aufsicht abgebildet, dazu steht jeweils die Adresse, beispielsweise Walter-Gieseking-Str. 32. Ferner enthält das Blatt neben den nachfolgenden Textfeldern ein kleines Foto, auf dem Gunter Demnig zwei frisch verlegte Stolpersteine mit Wasser aus einer Kanne reinigt.]

Verlegung durch Gunter Demnig

Der Künstler Gunter Demnig lässt die Stolpersteine in Kooperation mit dem Fachbereich Tiefbau der Landeshauptstadt Hannover in den Fußweg ein.

Initiatoren und Beteiligte werden zur Verlegung eingeladen.

Übergang in das Eigentum der Stadt

Durch die Übernahme der Steine in das Eigentum der Stadt fallen die Steine in die städtische Unterhaltungspflicht. Dadurch ist die Pflege und bei Verlust oder Beschädigung auch die Wiederherstellung gewährleistet.

Der Aufbau einer "Datenbank der Verfolgungsschicksale", die über das Internet zugänglich sein wird, ist vorgesehen.

Ihre Ansprechpartner 

Für Anträge
Landeshauptstadt Hannover
FB Bildung und Qualifizierung
Stadtteilkulturarbeit
Friedrichswall 15, 30159 Hannover
Tel. 0511 / 168 45244
stadtteilkulturarbeit@hannover-stadt.de

Deutsch-Israelische Gesellschaft
Arbeitsgemeinschaft Hannover
Geschäftsstelle
Tel. 0511 / 2343572
Gabi.Frank.Lehmberg@t-online.de

Für die historische Recherche
Landeshauptstadt Hannover
Stadtarchiv Hannover
Dr. Karljosef Kreter
Am Bokemahle 14-16, 30171 Hannover
Tel. 0511 / 168 42173
stadtarchiv@hannover-stadt.de

Für Spenden
DIG, AG Hannover
Konto: 21 21, BLZ: 250 501 80 
Sparkasse Hannover
Stichwort: Stolpersteine Hannover
(Faltblatt der Landeshauptstadt Hannover - Mittlere Seite(n) des dreiteilig gefalteten Blatts entsprechend der Faltung:)

[Beschreibung: Als Hintergrundbild der Seite dient ein Foto mit drei offenbar frisch verlegten Stolpersteinen und einer Blume daneben sowie Füßen und Hosenbeinen mehrerer umstehender Menschen. Oberhalb der nachfolgenden Textblöcke (und eines Stolpersteinfotos dazwischen) findet sich eine Reihe von 8 kleinen Schwarz-Weiß-Fotos in unterschiedlichen Formaten von durch Stolpersteine Geehrten, darunter die drei schwulen Opfer Dr. Kenneweg, Walter Ackermann und Friedrich Schwarz.]

Für jedes Opfer

Der Künstler Gunter Demnig verlegt seit 1993 Stolpersteine. Mit ihnen soll die Erinnerung an die Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Deserteuren, Homosexuellen und anderen, zum Beispiel durch Euthanasie zu Tode gekommenen Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft lebendig gehalten werden.

Die zehn mal zehn Zentimeter große Messingplatte auf einem Betonquader trägt eine Inschrift, die in der Regel mit "HIER WOHNTE" beginnt. Es folgen der Name und die Lebensdaten des Opfers, an das der Stein erinnern soll. Die Stolpersteine werden vor dem letzten freiwilligen Wohnort der Menschen im Fußweg verlegt und sollen die Passanten zu einem kurzen Innehalten und Gedenken an die Opfer anregen.

Es wurden bisher rund 17.000 Stolpersteine in über 350 Orten verlegt.


Einen Stolperstein verlegen lassen 

Wenn Sie, als Privatperson oder Initiative, einen Stolperstein für ein Opfer des Nationalsozialismus verlegen lassen möchten, wenden Sie sich bitte schriftlich an die Landeshauptstadt Hannover oder an die Deutsch-Israelische Gesellschaft (siehe Kontaktadresse).

Sie oder andere Spender übernehmen die Herstellungs- und Verlegungskosten von 95,- Euro für den Stein.


Historische Recherche

Im Stadtarchiv Hannover Werden anhand der Originalunterlagen und aller verfügbaren historischen Zeugnisse die Informationen zum Schicksal des für einen Stolperstein vorgeschlagenen Menschen zusammengestellt.

Hierzu gehört auch die Recherche des letzten freiwilligen Wohnorts.


Einverständnis der Verwandten der Opfer und Beteiligung der heutigen Eigentümer

Der Stolperstein soll mit dem Einverständnis der Nachkommen der Opfer verlegt werden. Ergänzend werden die aktuellen Eigentümer des Hauses, vor dem der Stolperstein gesetzt wird, beteiligt. Diese Beteiligung erfolgt in Form einer Information über das Vorhaben und der Bitte, sich dazu zu äußern.

(Der Text des Faltblatts findet sich - in größerer Schrift - auch noch auf einer "normalen" Webseite in der VEHN-Homepage -
vergleiche den nachfolgenden Link in der "Stolperstein-Hauptseite".)
[BesucherInnen der HuK-Hannover-Homepage wechseln dazu bitte zu "VEHN" und klicken dort auf "Namensprojekt / Stolpersteine"]

[ Zum Seitenanfang ]     [ Zur Webseite www.stolpersteine.com des Künstlers. ]


© VEHN e.V. 11.11.2008