Vor genau drei Jahren, am 28. September 2004, wurde Fannyann Eddy (1974-2004) in ihrer Heimat Sierra Leone brutal ermordet. Dort hatte sie im Jahre 2002 die Sierra Leone Lesbian and Gay Association (SLLGA) gegründet, die seither für die Rechte von Lesben und Schwulen kämpft. Sie war außerdem aktiv in der All African Rights Initiative (AARI) sowie in der Namibia-basierten Coalition of African Lesbians (CAL). Fannyann trat in ihrem Kampf immer offen und selbstbewusst auf. Und das als lesbische Frau in einer homosexuellen-feindlich gesinnten Gesellschaft, in der Lesben und Schwule in Angst und Unsichtbarkeit leben.
Fannyann war eine Persönlichkeit mit außerordentlichem Mut und außerordentlicher Integrität, die buchstäblich ihr Leben den Menschenrechten widmete und deshalb Opfer eines Hassverbrechens wurde: Sie wurde im Büro der SLLGA ermordet aufgefunden, Berichten zufolge war sie mehrfach vergewaltigt worden, ihr Gesicht war verstümmelt, das Genick gebrochen. Fannyann Eddy hinterließ ihre Lebensgefährtin Esther und einen neunjährigen Sohn.
Der Kampf für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender, der in Europa begann, findet heute auf allen Kontinenten statt, oft mit hohem persönlichem Risiko. Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Kampf für Menschenrechte zu unterstützen.
Axel Hochrein, Vorstandsmitglied der Hirschfeld-Eddy-Stiftung,
mit Ergänzungen durch Bernd König, Internetredakteur der HuK Hannover
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Magnus Hirschfeld, das Logo |
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Informationen zu Fannyann Eddy, der im Juni 2007 gegründeten Hirschfeld-Eddy-Stiftung sowie zu Möglichkeiten der Unterstützung gibt es hier:
Hirschfeld-Eddy-Stiftung
Postfach 103414, 50474 Köln
T. (0221) 925961-0, F. (0221) 925961-11
www.Hirschfeld-Eddy-Stiftung.de
Konto 50 100 00
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ / BIC: 370 205 00 / BFSWDE33
IBAN: DE30 3702 0500 0007 0868 00
(Zu dem bedeutenden schwulen Sexualforscher Magnus Hirschfeld (1868-1935), Gründer des ersten homosexuellen Emanzipationsvereins "WhK" (Wissenschaftlich-humanitäres Komitee) im Jahre 1897 und später auch des weltweit ersten Institutes für Sexualwissenschaft in Berlin, bedarf es wohl keiner weiteren Ausführungen. - Siehe dazu auch den Praunheim-Film "Der Einstein des Sex" und das Foto des Magnus-Hirschfeld-Denkmals in Berlin auf einer Privatseite unseres Internetredakteurs. In den Jahren 1931-32 hatte Hirschfeld übrigens eine Reise um die Welt unternommen und dabei nicht nur sexualwissenschaftlich interessierte Forscherkollegen in aller Welt getroffen und in etwa 500 Tagen 176 öffentliche Vorträge gehalten, sondern auch die sexuellen Gepflogenheiten der Landesbewohner vor Ort studiert und dabei Feste, Bordellviertel, Frauendarsteller, Phallussteine und vieles mehr besucht; sein Buch darüber ist 2006 im Rahmen der "Anderen Bibliothek" [nicht im Sinne anders = schwul / lesbisch!] neu aufgelegt worden.)
Zur weltweiten Situation gleichgeschlechtlich liebender Menschen siehe auch die Karte "Die rechtliche Situation der Homosexualität weltweit (2)" .
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© 2007 Hirschfeld-Eddy-Stiftung & HuK Hannover e.V. - letzte Änderung am 27.07.2008