Am Wochenende vom 12. bis 14. Januar 2007 traf sich wie üblich der Delegiertenrat der Bundes-HuK zur ersten seiner beiden turnusgemäßen jährlichen Sitzungen - diesmal auf Grund unserer Einladung in Hannover im Hanns-Lilje-Haus. Von unserem Vereinsdomizil in der Schuhstraße aus gesehen tagten wir also nur "um die Ecke" in der Knochenhauerstraße, baulich gesehen sogar direkt nebenan im Nachbarhaus. Um es gleich vorwegzunehmen: Die Delegierten haben sich in diesem Tagungshaus der hannoverschen Landeskirche sehr wohl gefühlt und die zentrale Lage brachte auch eine Reihe von Vorteilen mit sich.
So war die Mehrzahl der gut 20 in Hannover übernachtenden Delegierten bereits so rechtzeitig angereist, dass sie an unserem HuK-Gottesdienst in der Kreuzkirche teilnehmen konnten, worauf sich der Delegiertenrat zum ersten Sitzungsteil ins Hanns-Lilje-Haus zurückzog, während unsere Mitglieder nebenan in der Schuhstraße über die Jahresplanung der HuK Hannover berieten. Am späten Abend trafen sich dann einige von "beiden Gruppen" in der Burgklause wieder, wo es dadurch allerdings reichlich voll wurde und wo so manchem auch der viele Zigarettenrauch sehr zu schaffen machte. - Weitere Delegierte wie auch Annette und Vera von der Geschäftsstelle stießen dann noch am Samstag als Tagesgäste dazu.
Am Freitagabend ging es wie üblich um die Aktivitäten und die Situation der Regional- und Arbeitsgruppen, wobei die eingegangenen Berichtsbögen - auch der unsere - ausgehängt und durch mündlichen Vortrag und ggf. Nachfragen ergänzt wurden. Während im Westen einzelne Gruppen stagnieren und mangels Aktivitäten vielleicht sogar demnächst in bloße Regionalkontakte umgewandelt werden könnten, gibt es z.B. in der in Gründung befindlichen Gruppe in Chemnitz Zulauf auch gerade von jungen Leuten, die noch studieren. Erfreulich ist, dass das HuK-Info, das ja jetzt bald dank Udo Kelch´s Nachlass professionell layoutet werden wird, nun auch zunehmend Beiträge aus den Regionalgruppen erhält. Markus, "unser Mann" bei der IKvu [Initiative Kirche von unten], vertritt diese nun auch international; das Europäische Forum christlicher Lesben- und Schwulengruppen plant, im Jahre 2009 in Deutschland zu tagen (die letzte Tagung hatte im vorigen Jahr in Riga stattgefunden). Während in der Katholischen Kirche global gesehen kein Fortschritt in unserem Sinne festzustellen ist, plant die Arbeitsgruppe Katholische Kirchenpolitik eine Zusammenstellung erfreulicher Ansätze an der Basis - zusammen mit der Information, was davon öffentlich erwähnt werden darf und was besser nicht. Die evangelischen Kollegen hingegen beklagen, dass die Synoden ihrer Landeskirchen fast nur noch über Sparmaßnahmen und kaum mehr inhaltlich diskutieren. Auch über Gesprächsversuche mit Evangelikalen sowie über die Aktivitäten der Beratungsgruppe wurde u.a. noch berichtet - letztere finden hauptsächlich per Internet und bei den Kirchentagen statt.
Deren Planung und Vorplanung (Köln 2007 und Katholikentag 2008 in Osnabrück) standen neben der Vorbereitung der Mitgliedertagungen im März in Höchst im Odenwald und im Herbst in Bielefeld und der Haushaltsplanung am Samstag im Vordergrund: Beim Kirchentag in Köln wird das 30jährige Bestehen der Bundes-HuK gefeiert werden; im März in Höchst (beginnt gleichzeitig mit unserer MV in Hannover) sind mindestens 2, eigentlich aber 3 Vorstandsposten neu zu besetzen; die Herbsttagung wird vielleicht gemeinsam mit der IKvu ausgerichtet werden und die Haushaltslage der Bundes-HuK ist (bei anderer Größenordnung) ähnlich solide wie die unsere.
Nach einem netten Abend in der Harfe, dem Partykeller des Hanns-Lilje-Hauses, stand am Sonntag vor allem das Thema Marketing/Werbung auf der Tagesordnung, wo uns bei einem Brainstorming schon so mancher flotte Spruch einfiel - z.B. für sogenannte "Stopper" in der schwullesbischen Presse. Diese Ansätze sollen aber nach dem regulären Delegiertenrat im August (in Berlin, Frankfurt oder Darmstadt) auf einem Sonder-Delegiertenrat voraussichtlich im September (in Halle/Westf., Düsseldorf oder Magdeburg) vertieft werden. – Einzelne Delegierte besuchten schließlich auch noch unseren Sonntags-Kaffeeklatsch in der Schuhstraße, bevor sie abreisten.
Das Hanns-Lilje-Haus mit der Marktkirchen-Buchhandlung, über der unser Tagungsraum lag. (Foto aus dem Haus-Prospekt -
Der Eingang zur Rezeption befindet sich links in der Knochenhauerstraße; der eine oder andere Delegierte mag sich noch
daran erinnert haben, dass beim Kirchentag 2005 in Hannover dort der HuK-Stand am Abend der Begegnung aufgebaut war.)
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© HuK Hannover e.V. 2007 - letzte Änderung am 04.03.2007