Bonn/Berlin, den 11.1.2005. Die IKvu wertet die Ergebnisse des Gespräches zwischen muslimischen Organisationen und Vertretern der EKD als positiv. "Es ist erfreulich, dass es bei Themen wie Schwangerschaftsabbruch oder der Gleichberechtigung von Homosexuellen nicht zu einer Koalition der Konservativen gekommen ist", erklärte der Bundesgeschäftsführer der IKvu, Bernd Hans Göhrig. "Die offensichtlich konstruktive Diskussion über islamischen Religionsunterricht und die Ausbildung von Imamen in Deutschland scheint eine solide Basis für weitere Gespräche zu sein."
Auch das Bekenntnis zum Grundgesetz und die erneute öffentliche Distanzierung von Gewalt und Terror seitens der muslimischen Vertreter ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der interreligiösen Verständigung. Allerdings muss sich nun auch die evangelische Seite mit antiislamischen Tendenzen in den eigenen Reihen auseinandersetzen. Ebenso hofft die IKvu, dass das Gespräch mit Muslimen nun auch auf katholischer Seite intensiviert wird.
***
Das "Ökumenische Netzwerk 'Initiative Kirche von unten' (IKvu)" ist ein
Zusammenschluss von 37 Basisgemeinden, kirchen- und gesellschaftskritischen
Gruppen in der Tradition des politischen Linkskatholizismus
und -protestantismus und der Befreiungstheologie.
© 2005 HuK Hannover e.V. - letzte Änderung am 04.04.2005