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EU-Flagge

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Designierter Kommissionspräsident Barroso

Designierter
Kommissionspräsident Barroso

Rocco Buttiglione

Rocco Buttiglione
 



Erleichterung nach Kommissionsrückzug

Ökumenisches Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) zum Rückzug des Vorschlags für die EU-Kommission

IKvu PM 31/2004 zum Rückzug der EU-Kommission
Bonn, den 27. Oktober 2004

Erleichtert hat das Ökumenische Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) auf den Rückzug der vorgeschlagenen EU-Kommission durch José Barroso reagiert. Vor allem die Nominierung des reaktionären Katholiken Rocco Buttiglione für das Justiz- und Innenressort war auch bei der IKvu auf große Empörung gestoßen. Der Rückzug der Kommission sei auch ein Erfolg für kirchliche Basisgruppen und Netzwerke wie die IKvu.

Dazu Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der IKvu: "Der Widerstand gegen diese Kommission entzündete sich im wesentlichen an der Person Buttigliones. Dass die Kommission nun nicht mit ihm antritt, ist auch ein Erfolg der Opposition für ein Europa der Toleranz und der Vielfalt. Mit christlichem Fundamentalismus, wie ihn Buttiglione vertritt, ist Europa nicht aufzubauen!" Göhrig wies auch darauf hin, dass der ehemalige Minister Berlusconis vom Innenausschuss des EU-Parlamentes von vorneherein nicht nur für das Justiz- und Innenressort, sondern überhaupt als Kommissar abgelehnt wurde.

Christliche Werte seien in der europäischen Politik wichtig und wertvoll, bekräftige Göhrig weiter. Diese müssten aber dazu dienen, die Würde des Menschen zu schützen, wenn es beispielsweise um Gentechnik oder die Durchsetzung eines Klonverbotes ginge. "Christliche Werte zur Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen und alleinerziehenden Müttern zu missbrauchen, pervertiert den emanzipatorischen Charakter der christlichen Botschaft." Es sei dringend nötig, den Bestrebungen fundamentalistischer Kreise klare Grenzen zu setzen.



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© 2004 HuK Hannover e.V. & IKvu - letzte Änderung am 03.11.2004