Am 29. Dezember 2003 erreichte uns per email von Rainer Hoffschildt die folgende Traueranzeige für Stefan K.:
Hintergrund:
Stefan K. begann Ende der 80er Jahre für eine Entschädigung für das durch die Nationalsozialisten erlittene Unrecht zu kämpfen. Seine Eingaben wurden zunächst in Deutschland abgewiesen. Erst durch eine private Initiative konnte ihm finanziell bei Operationen geholfen werden, wobei auch alle Honorare des Buches sowie Lesereisen in den Niederlanden und den USA zur Verbesserung seiner Lebenssituation beitrugen. Später kamen Entschädigungen und Spenden u.a. aus der Schweiz und den USA hinzu. Eine anderen Opfergruppen vergleichbare Entschädigung aus Deutschland hat er als Schwuler nicht erhalten. Stefan war eines der wenigen schwulen Opfer der Naziverfolgung, das seine Lebensgeschichte öffentlich machte. Wegen seines Umfeldes im heutigen Warschau wollte er aber nicht, dass sein voller Name veröffentlicht wird. Er hat Zeugnis auch abgelegt im US-Holocaust-Museum in Washington und bei der Steven-Spielberg-Foundation in Los Angeles. Sein Buch, geschrieben in enger Kooperation mit Lutz van Dijk, ist außer in Deutschland u.a. auch in Bulgarien und Japan erschienen.
Rainer Hoffschildt, Hannover
Lutz van DijK: |
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