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30 Jahre HuK Hannover
am 12.09.2008 in der "Marlene" |
Ein weiterer Höhepunkt unseres Jubiläumsprogramms anlässlich 30 Jahren HuK Hannover war der Kabarettabend mit Matthias Schlicht am 12.09.2008 in der "Marlene". Matthias Schlicht ist in der letzten Zeit sehr bekannt geworden und sehr gefragt als Kabarettist - und das aus gutem Grund, wie dieser Abend unter Beweis stellte, der ihm viele neue, begeisterte Fans eingebracht haben dürfte. Er stammt aus Jesteburg in der Lüneburger Heide und ist seit 1991 Pastor der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. Er wirkte als Gemeindepfarrer in Bardowick, Studentenpfarrer in Clausthal und Studiendirektor in Loccum, ist seit 2008 Theologe an der TU Clausthal, aber auch weiterhin als Pfarrer tätig. Er verfügt mittlerweile über fünf abendfüllende Kabarett-Programme und hat eine CD unter dem Titel "schlicht und gut" vorgelegt.
Dem Geistlichen und promovierten Theologen ist nichts Weltliches fremd und so stellt er seinem Publikum wort-gewaltig und bildreich Menschliches und Allzumenschliches in Zeitreisen vor, beispielsweise die Geschichte der Automaten-Aufstellung in Jesteburg (zuerst einer für Zigaretten, dann für Kaugummis und schließlich einer für Kondome: die ersten beiden wurden noch feierlich mit Blasmusik "eingeweiht"). Wir erfahren von Omas Aversion gegen das Telefon, vom einstigen Familienausflug zur Telefonzelle am Mittwoch, aber auch vom "Blackberry" mit "Je t´aime" als Klingelton. Es gab ein Wiedersehen mit dem einstigen Schulkamerad "mit doppeltem Pferdeschwanz" (den ersten erspähte man beim Duschen, mit dem zweiten war die Frisur gemeint, die aber mittlerweile einer Glatze wich). Vom kirchenpolitischen "Feature" im Deutschlandfunk ging es zum "Eckteich ohne Pullerzone". Prägend war für Matthias Schlicht die Begegnung mit Hanns Dieter Hüsch im Hildesheimer "Vier Linden" - dessen Psalm (der es verdiente, als 151. in die Bibel aufgenommen zu werden) war dann auch der einzige Text von fremder Hand, den Schlicht gegen Ende des bemerkenswerten, gelungenen Abends vortrug. Vom "Möpseln im Abgang" (so des Landpastors Urteil bei einer Weinprobe beim Gutsbesitzer) konnte da keine Rede sein.
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© HuK Hannover e.V. 28.09.2008 - letzte Änderung am 15.10.2008