Die HuK Hannover hat in ihrer nunmehr 25jährigen Geschichte (das war im Jahre 2003!) dreierlei "Existenzformen" durchlaufen:
Im November 1977 - dem Jahr, in dem sich in Berlin auf dem Kirchentag die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. gegründet hatte - protestierten Mitglieder der HSH gegen die Nichteinstellung des Kirchenmusikers Henning Veit durch die Elisabeth-Gemeinde in Langenhagen bei Hannover wegen dessen Homosexualität. Die Aktionen fanden bald auch die Unterstützung durch Mitglieder der frisch gegründeten HuK aus Berlin. Die HSH war Hannovers örtliche Schwulengruppe; dabei bedeutete die Abkürzung zunächst "Homosexuelle Studenten Hannover". Später, als zunehmend auch Nicht-Studenten unter den Mitgliedern waren, sprach man intern von "Hannovers schwulem Haufen". Gegen Mitte des Jahres 1978 bildete sich dann als Untergruppe für die kirchlich und kirchenpolitisch interessierten Mitglieder der HSH die Gruppe "Kirche und Homosexualität", abgekürzt "KuH". Da man sich zumeist bei einem der Gründungsmitglieder im Wohnzimmer auf einem grünen Sofa traf, redete man intern bald auch von der "Kuh auf dem grünen Sofa". (Zum 20jährigen Bestehen 1998 stiftete darum Pastor H.-J. Meyer auch einen gleichnamigen Spaßorden.)
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Der HuK-Spaßorden "Die Kuh auf dem grünen Sofa" |
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Doch schon sehr bald wollte man sich lieber der bundesweiten Ökumenischen Arbeitsgruppe HuK anschließen, und so wechselte die "KuH" der HSH recht bald in ihre zweite "Existenzform" und wurde die (zweitälteste) Regionalgruppe der HuK. |
Die Jahre der HuK-Regionalgruppe Hannover waren geprägt von der Auseinandersetzung mit der hannoverschen Landeskirche um die Pastoren Klaus Brinker und Hans-Jürgen Meyer, in deren Verlauf die HuK Hannover zur größten Regionalgruppe der Bundes-HuK anwuchs. Die HuK Hannover fand eine Heimat in der Thomasgemeinde in Laatzen, mit der zusammen u.a. auch ein Konzept für Partnerschaftssegnungen entwickelt werden konnte. In der "Arche" der Thomasgemeinde fanden über Jahre hinweg zwei mal im Monat unsere HuK-Abende statt, dazu viele Sonderveranstaltungen und Feste, Wahlforen mit Politikern vor Wahlterminen und nicht zuletzt auch die Gründung des Bundeselternverbandes BEFAH, den die HuK Hannover mit aus der Taufe heben half. (Vergleiche dazu die Seite "Zehn Jahre Elterngruppe Hannover" [2005])
![]() Logo der Thomasgemeinde ![]() Logo des BEFAH |
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Klaus Brinker predigt in der Arche |
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Liebesgeflüster auf Schwesterland (1998) -
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Dann entwickelte sich in der HuK Hannover der Wunsch, ein eigenes kleines Zentrum in Hannovers Innenstadt zu haben. Um als Mieter auftreten zu können, bedurfte es aber der rechtlichen Eigenständigkeit als eingetragener Verein. So wandelte sich die HuK-Regionalgruppe Hannover zur Ökumenischen Gemeinschaft Homosexuelle und Kirche HuK Hannover e.V.. 1996 konnten dann in der Schuhstraße in Hannovers Altstadt entsprechende Räume von der Marktkirchengemeinde angemietet werden. (Vgl. auch unsere Seiten zu den Anlässen "1997: Ein Jahr Schuhstraße" sowie "10 Jahre HuK Hannover in der Schuhstraße".)
Entscheidenden Anteil an der Selbstständigkeit der HuK Hannover - insbesondere auch an der Erlangung des Status der Gemeinnützigkeit, durch die dies alles möglich wurde - hat unser langjähriges Leitungsteammitglied bzw. Vorstandssprecher Franz Karl Diestel, geb. Hartmann (der Hauptautor unserer Satzung). Für die Gesamtheit seiner schwulenpolitischen Verdienste, u.a. auch als Vorstand des Schwulen Forum Niedersachsen (SFN), wurde er im Juni des Jubiläumsjahres
mit der Verdienstmedaille des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.
Schon bald gestaltete die HuK Hannover auch Sonntagsgottesdienste in der nahegelegenen Kreuzkirche. Als ihr von der Marktkirchengemeinde auch die Nutzung der dazugehörigen Gemeindesäle ermöglicht wurde, verlagerte sie ihre Aktivitäten zunehmend in die Innenstadt Hannovers. 2001 verabschiedete sich die HuK Hannover dann von der Thomasgemeinde in Laatzen.
![]() Schuhstraße 4 mit unseren Räumen |
![]() Kreuzkirche (Klaus Brinker 2002) |
In ihrem Jubiläumsjahr 2003 trat schließlich die HuK Hannover der "Bundes-HuK" als juristische Person bei.
dazu:
Mitgliedschaft der HuK Hannover in der Bundes-HuK
Thomas Beckmann vom Vorstand der Bundes-HuK begrüßt im HuK-Info vom Dezember 2003 die HuK Hannover als neues Mitglied der Bundes-HuK.
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Foto: Udo Kelch (Berlin)
09.05.2003
Predigt von Pastor Klaus Brinker zum 25-jährigen Jubiläum der HuK Hannover
Am 09.05.2003 feierte die HuK Hannover ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst in der Kreuzkirche. Es sang der Bachchor Hannover unter der Leitung von Prof. Jörg Straube. Die Predigt hielt Pastor Klaus Brinker.
dazu
Unsere Gastredner beim 25-jährigen Jubiläum der HuK Hannover
Zu ihrem Jubiläumsgottesdienst in der Kreuzkirche konnte die HuK Hannover Gastredner aus Politik, Kirche und befreundeten Organisationen begrüßen. Sie werden hier im Bild vorgestellt.
Der Bachchor Hannover unter der Leitung von Prof. Jörg Straube beim Festgottesdienst in der Kreuzkirche
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![]() Video-Titelblatt |
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![]() Diskussionsrunde am Ende des Videofilms |
Der Film beginnt mit Aufnahmen aus dem Jubiläumsgottesdienst am 9. Mai 2003 in der Kreuzkirche. Das Gründungsmitglied Frank Weiberg wird danach von Konrad Willmer zu den Anfängen der HuK Hannover als "KuH auf dem grünen Sofa" interviewt. Durch die nachfolgenden Filmdokumente führt Bernd König als Moderator. Enthalten ist u.a. altes "Länderspiegel"-Material zu den "Fällen" Klaus Brinker und Hans-Jürgen Meyer sowie ein Interview mit dem Theologen Helmut Gollwitzer (1908-1993). Am Ende des Films sprechen sechs Mitglieder der HuK Hannover - "langjährige" wie auch "erst jüngst dazugestoßene" - über das Thema "Wie bin ich zur HuK gekommen und was wünsche ich mir für die Zukunft?" |
In dieser Runde wie auch als Prediger im Festgottesdienst vom 9. Mai sowie anlässlich einer HuK-Veranstaltung in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Bergen-Belsen sind durch dieses Video lebendige Zeugnisse von Klaus Brinker bewahrt. Zudem ist auch unser im Anfang des Jahres 2005 verstorbener Berliner Freund von der Bundes-HuK, der langjährige Chefredakteur des HuK-Info, Udo Kelch, in unserem Video live zu erleben.
Hier können Sie das Video bestellen, das Cover ansehen oder auch das Titelblatt ausdrucken:
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Denn merke: Unseren Videofilm finden Sie zwar (noch?) nicht in "Out im Kino" (dem lesbisch-schwulen Filmlexikon von 2003), wohl aber bei uns! |
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Video-Bestellformular als pdf-Datei (*)
Das Video-Bestellformular können Sie ausdrucken und ausgefüllt an die HuK Hannover senden. Den dazu benötigten Acrobat Reader erhalten Sie hier:
(*) Den Acrobat Reader dazu können Sie über diesen Link kostenlos herunterladen!
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Videocover zum Ansehen & Herunterladen
Das Videocover ist wahrscheinlich nur schlecht aus der Homepage heraus auszudrucken. Sie können es sich hier ansehen und ggf. bei einer Videobestellung die Datei mitbestellen, falls sie sich wider Erwarten nicht aus Ihrem Browser heraus herunterladen lassen sollte. Nähere Erläuterungen finden Sie auf dieser Seite.
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Titelseite zum Video zum Ansehen & Ausdrucken
Dieses Titelblatt - ähnlich der obigen Abbildung - können Sie sich von dieser Seite aus auch selbst ausdrucken.
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Wir trauern um Klaus Brinker
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Rechts: Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann und Pastor Hans-Jürgen Meyer bei der Trauerfeier am 4. September 2003 in der Marktkirche
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[Ergänzungen 2004:]
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25jähriges Ordinationsjubiläum Hans-Jürgen Meyer
[Ergänzung 2004:]
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Wie in all den Jahren zuvor gab es im Jubiläumsjahr unabhängig vom Festprogramm auch sonst ein reiches soziales Leben in der HuK Hannover mit großen und kleinen Ausflügen, Reisen und der einen oder anderen Feier. So gab es am 28.02.03 ein HuK-Faschingsfest, zum Tanz in den Mai ein "Wiedersehen auf Schwesterland" (Große Frage dabei: Wer hat noch und wem passt noch das Kostüm aus der Theateraufführung vor fünf Jahren?), im Sommer das beliebte Sommerfest - gemeinsam mit der Lazarus-Legion - in der Epiphaniasgemeinde in Hannover-Bothfeld und schließlich gab es wie immer auch wieder eine Adventsfeier. Ausflüge unternahmen wir im Juni in den Park der Sinne in Laatzen (vgl. die obigen Bilder) und im August in Form einer fröhlichen Heidekutschfahrt. Friedo, wohl unser ältestes Mitglied, lud uns Ende August zu einem Bauernfrühstück auf seinen Hof in Wackershausen ein mit anschließendem Matjesessen mit Kulturprogramm in "Robberts Huus". Die Inlandsreise des Jahres führte eine Gruppe der HuK Hannover im August auf die Insel Langeoog, die Auslandsreise vom 28.09. bis 12.10. hatte Kroatien zum Ziel.
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02.03.2009
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