Donnerstag, ab 11:00 Uhr
Wenn dein Kind dich morgen fragt ...
Kinder in Regenbogenfamilien
Hans Hengelein, Schwulenreferent des Landes Niedersachsen Moderation: PD Dr. Wolfgang Schürger, München
Wie der Schwulenreferent des Landes Niedersachsen, Hans Hengelein, ausführte, sind Homosexuelle mit Kindern in Deutschland keine Randerscheinung mehr. Die Zahl der Kinder, die eine lesbische Mutter oder einen schwulen Vater haben, wird auf zwischen 30.000 als absolutes Minimum und aufwärts bis zu einer Million geschätzt. Auf dieser Grundlage stellte Hengelein klar: "Kinder homosexueller Paare brauchen eine Akzeptanz in der Gesellschaft. Denn nicht die Struktur der Familie, sondern die Qualität der Elternschaft zählt." Der von konservativer und christlich-fundamentalistischer Seite zuweilen aufgestellten Behauptung,
dass Kinder durch den Einfluss homosexueller Paare in ihrer sexuellen
Entwicklung gestört würden, widerspricht er entschieden. Es gäbe keinerlei wissenschaftlich fundierte Studien, die das belegten. Vielmehr würden sich Kinder genauso "hetero- wie homosexuell entwickeln, wie in dem klassischen Familienmodell aus Vater und Mutter".
Die Teilnehmer an der Veranstaltung hatten zu einem größeren Teil eigene Erfahrungen mit Regenbogenfamilien einzubringen; so waren z.B. darunter
Paare mit Kindern aus einer vorherigen heterosexuellen Beziehung, mit
Stiefkindern oder auch durch eine Samenspende gezeugte Kinder. Sie setzten sich für einen offenen Umgang mit ihrer gleichgeschlechtlichen Familienstruktur auch nach außen ein.
(Nach verschiedenen Quellen und eigenen Eindrücken; der Internetredakteur konnte jedoch nur zum Beginn dabei sein.)
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