|
Wenn dein Kind dich morgen fragt ...dann ist der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag Hannover 2005 Geschichte |
Vom 25. bis 29. Mai 2005 stand Hannover ganz im Zeichen des 30. Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT). Damit kehrte dieser zum dritten Male - nach 1967 und 1983 - in seine "Geburtsstadt" zurück, die man auch als "das Rom der Protestanten" bezeichnen könnte, haben hier doch sowohl EKD als auch VELKD ihren Sitz.
Am Mittwoch, dem 25. Mai, begann der Kirchentag mit Eröffnungsgottesdiensten mit Prominenz aus Staat und Kirche am Opernplatz (Predigt: Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann) und an der Marktkirche (Predigt: Bundestagspräsident Wolfgang Thierse), am Steintor, auf dem Messegelände sowie in der Christuskirche, gefolgt vom Abend der Begegnung in der und um die Altstadt mit Musik, Gesprächen und kulinarischen Spezialitäten an über 400 Ständen von Gemeinden sowie kirchlichen und kirchennahen Gruppen und Organisationen unter dem Motto "Lass leuchten". Mit einem Glockenkonzert von sechs Kirchtürmen und einem Lichtermeer aus Kerzen in der Hand der Besucher wurde der Abend beschlossen. - Die HuK Hannover und auch befreundete Gruppen wie die Lazaruslegion und der lesbischwule Infoladen Knackpunkt zeigten Flagge mit ihren Ständen in der Knochenhauer- bzw. Schmiedestraße.
Von Donnerstag bis Samstag gab es dann überall im Stadtgebiet und z.T. auch im Umland und in der Region geistliche und kulturelle Angebote der Gemeinden, Gruppen und Organisationen: In und um Hannover war überall Kirchentag! Im "Himmelszelt" der Landeskirche, ganz zentral auf "dem Kröpcke" (der Stadtmitte Hannoverīs) aufgeschlagen, konnten die KirchentagsbesucherInnen sich über das reichhaltige Angebot informieren (und dabei verschiedenen, sich abwechselnden Musikgruppen zuhören). Museen, Theater, Kleinkunstbühnen und viele andere Einrichtungen des kulturellen und sozialen Lebens in Hannover beteiligten sich mit eigenen Beiträgen am Kirchentag. Eine größere Zahl von Hannovers Schulen bot Gruppen und Organisationen Raum für Zentren; so war das Zentrum von "Bundes-HuK" und HuK Hannover in der Wilhelm-Raabe-Schule in der Langensalzastraße untergebracht (neben Staatskanzlei und Landesmuseum gelegen). Hier boten wir ein abwechslungsreiches Programm aus Diskussions-, Informations- und Kulturveranstaltungen, Andachten und auch ein Beratungsangebot, ergänzt durch eine Caféteria mit Speisen und Getränken vom frühen Morgen bis Mitternacht, einen Büchertisch (des Guten-Morgen-Buchladens Braunschweig), einen Infotisch von Hannoverīs lesbischwulem Infoladen Knackpunkt sowie einen solchen des Bundesverbandes lesbisch-schwuler Paare (SLP), der auch eine kleine Fotoausstellung beigesteuert hatte. Mehrere Klassenzimmer der Schule dienten unseren Besuchern als gemeinschaftliches Nachtquartier und an der Rezeption gaben Ingrid und Thomas (und kurzzeitige Aushilfen) so manchen nützlichen Hinweis und Rat für unsere BesucherInnen und Gäste. - Unser Programm fand sich im Internet auf unserer Homepage (der HuK Hannover für beide Vereine), kurzgefasst in einem Faltblatt der Bundes-HuK wie auch im offiziellen Programmbuch des Kirchentages (dort S. 270-273).
Ein großer Teil des Kirchentagsgeschehens spielte sich auch auf dem Messegelände ab, wo im "Markt der Möglichkeiten" mehr als 750 Gruppen in den Themenbereichen "Wie können wir glauben?", "Wie wollen wir leben?" und "Wie sollen wir handeln?" auftraten. Im zweiten Themenbereich war die "Bundes-HuK" in Halle 6 mit einem Stand präsent - zwischen denen des VK (Völklinger Kreis - Bundesverband Gay Manager) und der MCC (Metropolitan Community Church - eine Kirche "nicht nur für Lesben und Schwule"). In derselben Halle waren an befreundeten Organisationen u.a. auch BEFAH (Bundesverband der Eltern, Freunde/innen und Angehörigen von Homosexuellen), Lazaruslegion (= Christenbeistand für an AIDS Erkrankte und HIV-Infizierte) sowie die Lesbennetzwerke vertreten.
In der "Langen Kirchentagsnacht" von Samstag auf Sonntag feierten die Gemeinden, Gruppen und Organisationen - nicht nur - ihre Feierabendmahle. Das der HuK fand in der Nazarethkirche an der Sallstraße (Südstadt) statt und wurde durch den Gospelchor "Our Voices" bereichert. Es folgte eine Fete im Großen Saal des Henriettenstifts, bei der es reichlich Gelegenheit zu Speis und Trank, zu Tanz und Gesprächen gab. Nach der Hitze des Tages zogen viele Besucher vor allem letzteres vor und genossen das Wiedersehen mit alten und neu gewonnenen HuK-Freunden aus ganz Deutschland bei angenehmer abendlicher Kühle im kleinen Park vor dem Saal.
Am Sonntagmorgen war dann in "unserem Zentrum" in der Wilhelm-Raabe-Schule nach einem letzten Frühstück das große Aufräumen angesagt. Mit einem Abschlussgottesdienst auf dem Schützenplatz ging schließlich der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag zuende.
Bilder und Infos zu unserem Programm finden Sie / findest Du auf unserer Kirchentags-Souvenirseite.
Der offiziellen Kirchentags-Homepage (und dort der Seite "Von Schals, Hockern und Teilnehmenden") ist im Übrigen zu entnehmen, dass ca. 300.000 Besucher den Abend der Begegnung bevölkert haben sollen und dass die Zahl der Dauerteilnehmenden und Mitwirkenden 105.074 betragen haben soll. (Vermutlich wurde letztere Angabe an der Summe der ausgegebenen Messeausweise festgemacht, so dass viele Mitwirkende an den zahlreichen Schauplätzen in der Stadt, wie z.B. den Zentren in den Schulen - so auch unserem "Warmen Nest" in der Wilhelm-Raabe-Schule, dabei noch nicht mitgezählt sind.) 7.731 Personen, darunter auch ein paar HuKlerInnen und Angehörige anderer lesbisch-schwuler Initiativen und Vereine, haben den Markt der Möglichkeiten und die Präsentationsstände auf dem Messegelände möglich gemacht und 4.537 haben geblasen - in Bläserchören, versteht sich. Das Durchschnittsalter der angemeldeten Teilnehmer betrug 36 Jahre, 58,9 % waren weiblichen Geschlechts und 8% der Teilnehmer waren katholisch. 3.664 ausländische Teilnehmer aus 87 Ländern hatten sich angemeldet. 56.000 Papphocker standen den Gästen zur Verfügung und 80.000 blaue Schals wurden ausgegeben - laut u.a. NDR mit dem (wertsteigernden?) Druckfehler "30. Deutscher Evangeliscber Kirchentag Hannover 2005", während die zahlreichen, meist jugendlichen Helfer grüne Halstücher trugen und wir im HuK-Zentrum - dem "Warmen Nest" - solche in einer Art lila-rosa Ton, die wir über die Landeskirche erhalten hatten.
[ Zurück zu "Aktuelles" ] [ Zurück zur Souvenirseite ] [
Diese Seite ausdrucken ]
[ Für "Seiteneinsteiger": Neustart unserer Seite mit Menü & Sitemap ]
© 2005 HuK Hannover e.V. 29.05.2005 - letzte Änderung am 10.06.2005