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LesBiSchwule Sportkultur und Homophobie im Sport

Eine Initiative des Nevermind e.V. Hannover

Der Bereich des Sports - nicht nur der des Leistungs-, sondern auch der des Breitensports, ist noch immer ein schwieriges Terrain für Lesben und Schwule; geoutete Spitzensportler sucht man zumeist vergebens. So haben Lesben und Schwule schon vor Jahren ihre eigenen Sportvereine gegründet und treffen im Weltmaßstab bei Gay Games und/oder Outgames aufeinander. Es gibt zwar mittlerweile schwule Fanclubs auch bei der Fußballbundesliga, doch für die Mehrzahl der Fußballfans gilt Homosexuellenfeindlichkeit als selbstverständlich und ein schwuler Profispieler als etwas Unmögliches. Dies zu ändern, ist ein zunehmend mehr ins Blickfeld geratendes Arbeitsfeld lesbischwuler AktivistInnen.

So fand, wie Heinz-Jürgen Voß vom Nevermind e.V. und Hannovers LesBiSchwulem Infoladen Knackpunkt schrieb, "vor einigen Wochen, am 24. November 2009, ... in Hannover die Schnittstellenkonferenz "Homophobie im Sport" statt. Eingeladen hatten die Deutsche Sportjugend (dsj), das dsj-Projekt "am Ball bleiben - Fußball gegen Rassismus und Diskriminierung" und die Koordinationsstelle Fanprojekte.

Damit zieht neben dem Deutschen Fußballbund eine weitere große Akteurin im deutschen Sport nach. Homophobie wird als Problem thematisiert, Lesben und Schwule als Akteurinnen und Akteure im Sport werden zunehmend wahrgenommen und sichtbar.

In Hannover sollten wir diese wichtige Konferenz, bei der sich MultiplikatorInnen aus dem Sport- und Jugendhilfebereich trafen, nicht als Eintagsfliege vergehen lassen. Stattdessen sollten wir im Jahr 2010 Aktivitäten entfalten, um einerseits explizit lesbisch-schwulen Sport stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, andererseits vor Augen zu führen, dass auch im Spitzen- und Breitensport Lesben und Schwule vielfältig aktiv sind. Dort sind sie oft akzeptiert - für die individuell erbrachte Leistung; aber auch als offen lesbisch und schwul -‚ aber ebenso häufig sind sie mit Ängsten und teilweise Feindseligkeit heterosexueller Sportlerinnen und Sportler konfrontiert. Andere Menschen veranlasst das, im Sport nicht über ihre gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung zu sprechen, sondern sich "selbstverständlich heterosexuell" zu geben.

Hier gilt es anzuknüpfen. Wir als Nevermind e.V., der u.a. den LesBiSchwulen Infoladen Knackpunkt unterhält, laden Euch daher sehr herzlich dazu ein, gemeinsam eine Veranstaltungsreihe, Aktionen und ähnliches im Jahr 2010 in Hannover auf die Beine zu stellen. Wir haben einige Ideen, hoffen aber auch auf Eure - auch haben wir organisatorischen Hintergrund, um einen Teil der Orga-Aktivitäten zu übernehmen.

Wir laden Euch herzlich zu einem ersten Kennenlern- und Vorbereitungstreffen für eine Veranstaltungsreihe "LesBiSchwule Sportkultur und Homophobie im Sport" für den Donnerstag, den 04.02.2010, 18.30 Uhr in den Knackpunkt (Knochenhauerstr. 11) ein. Über Eure Beteiligung würden wir uns sehr freuen!"

Nun, wir als HuK Hannover werden uns an diesem Projekt zwar nicht aktiv beteiligen können, wünschen dem Vorhaben und allen Beteiligten jedoch viel Erfolg! - Aufgreifen wird dieses Thema im Übrigen auch der Runde Tisch ["Emanzipation und Akzeptanz in der Landeshauptstadt Hannover"] im Juni 2010.


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© Nevermind e.V. & HuK Hannover e.V. 03.02.2010 - letzte Änderung am 22.03.2010